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Bericht zum #NichtaufunseremRücken-Aktionstag

#NichtaufunseremRücken-Aktionstag – Bericht

Die Reichen sollen die Krise bezahlen! Unter diesem Motto riefen wir, die Kampagne #NichtaufunseremRücken, für den 18. Juli zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Von München bis Kiel und von Köln bis Cottbus folgten Menschen dem Aufruf und beteiligten sich an unterschiedlichsten Aktionen. So konnte über die gesamte Bundesrepublik ein gemeinsames Zeichen gesetzt werden: Wir zahlen nicht für ihre Krise – make the rich pay for covid19!

Mannheim

In Mannheim beteiligten sich an der zentralen Kundgebung ca. 100 Menschen in der Innenstadt. Über den Tag hinweg konnten weitere Interessierte erreicht werden. Mit Redebeiträgen aus Betrieb, Politik und Zivilgesellschaft konnte ein breites inhaltliches Spektrum nach außen getragen werden. Was alle Reden inhaltlich geeint hat, war die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der Corona- und Wirtschaftskrise. Es wurde deutlich gemacht, dass die Krise alle Lebensbereiche betrifft, sei es im Gesundheitswesen, in der Daseinsvorsorge oder der Bildung .

Stuttgart

Unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken“ demonstrierten 400 Menschen am 18. Juli durch Stuttgart. Am Rand des Demozugs fanden immer wieder kleine Aktionen statt. In Redebeiträgen wurde das derzeitige Krisengeschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert.

Karlsruhe

Die 100 KundgebungsteilnehmerInnen schmückten den Platz mit vielen Transparenten und Plakaten und eine selbst gebastelte Installation veranschaulichte, dass Angestellte in verschiedenen Berufsfeldern auf der einen Seite als „systemrelevant“ eingestuft werden und auf der anderen Seite systematisch ausgebeutet werden. Eine Krankenschwester, ein Bauarbeiter und eine Kassiererin mit einem Schild, auf dem zu lesen war „Wir sind relevant. Das System ist es nicht!“ In Reden wurden verschiedene Einzelproblematiken, welche die Krise mit sich bringt, thematisiert und in einen Kontext gestellt.

Nürnberg

Rund 70 Leute beteiligten sich an einer Kundgebung vor dem Klinikum Nord und protestierten gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Fallpauschalen und für eine Vergesellschaftung des profitorientierten Gesundheitssystems.

Ca. 25 Personen machten eine Straßentheater-Aktion, bei der sich zwei Champagner schlürfende Kapitalisten von der Arbeiterklasse auf einer Luxusyacht durch die Innenstadt ziehen ließen.

Bei einer Kundgebung am Nachmittag kamen weitere 100 Menschen zusammen. In verschiedensten Redebeiträgen wurde thematisiert, wie die Krise und die Pandemie verschiedene Teile der lohnabhängigen Klasse betrifft bzw. welche Aspekte unseres Lebens durch sie immer prekärer werden.

Villingen-Schwenningen

Hier gab es einen größeren Infostand in der Fußgängerzone. Auf Stellwänden wurden die Hintergründe der jetzigen Krise beleuchtet und vor allen Dingen darauf eingegangen, warum wir uns als Lohnabhängige kollektiv wehren müssen

Berlin

Bei einer Kundgebung mit 50-100 Leuten im Wedding wurde in Reden über verschiedene soziale Kämpfe berichtet, wie von den Streiks bei Charité, den Kämpfen Wohnungsloser oder der Karstadt-Schließung. Außerdem wurde eine Kiez-Zeitung und ein Forderungskatalog zur Corona- und Wirtschaftskrise verteilt.

30 Personen beteiligten sich an einer Kundgebung am Oranienplatz. Hier gab es Redebeiträge über die vom Kapitalismus verursachte Wirtschaftskrise, über das Infektionsschutzgesetzes, die Lage an den Außengrenzen Europas sowie über verschiedene soziale Bewegungen und Proteste, die zur Zeit stattfinden. Dabei hat sich der Wunsch von allen Beteiligten gezeigt, eine gemeinsame soziale Bewegung von unten mit linken Inhalten aufzubauen.

Cottbus

Auch in Cottbus sind circa 30 Menschen der Losung gefolgt: „Eure Krise: Nicht auf unserem Rücken“. So wurde in der Rede des Frauen*kollektivs die Situation der ArbeiterInnen in der Krise beschrieben. Es wurde auch die lokale Bedeutung von der Krise betroffener Wirtschaftszweige, wie Tourismus, Gastronomie und Kohlewirtschaft thematisiert.

Freiburg

In Freiburg haben ca. 50 Menschen eine kleine aber laute Demonstration durch die Innenstadt durchgeführt. Es gab Redebeiträge vor der Universität zum Thema Jugend und Studierende in der Krise und vor den beiden Galeria Kaufhof-Karstadt Filialen zu den anstehenden Entlassungen. Den Abschluss bildete eine Rede zum Thema Frauen in der Krise.

Köln

In Köln sammelte sich ein Demonstrationszug mit ca. 100 Leuten. Zum Auftakt wurde über die miserablen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie gesprochen. Anschließend wurde dem Arbeitgeberverband Köln ein Besuch abgestattet, um aufzuzeigen, welche Schweinereien diese Verbände fordern. Vor dessen Einfahrt wurde ein Transparent angebracht. Ihren Schluss fand die Demo am Ebertplatz, wo neben einem Rap-Auftritt nochmal einige Beiträge zur den Auswirkungen der Krise und der Perspektive des Widerstand aus Sicht der Frauen und der Jugend vorgetragen wurden.

Wuppertal

Rund 30 Personen beteiligten sich bei einer Kundgebung in der Innenstadt. Es gab Redebeiträge zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Studierende und dem sich verschärfenden Rassismus. Die Kundgebung endete mit der Gewissheit, weiter gegen die Abwälzung der Krise auf uns auf die Straße zu gehen.

Gießen

Hier wurde „Eure Krise nicht auf unserem Rücken“ in riesigen Lettern an die Autobahnbrücke beim Philosophikum II tapeziert. Außerdem wurde ein Banner mit der Aufschrift „Erst kaputt sparen – dann Applaus?“ von einer Brücke gehängt. Den Höhepunkt aber markierte eine Streetart-Aktion, bei der ein Graffito auf zwischen Laternen gespannte Frischhaltefolie gesprüht wurde.

Duisburg

70 Leute beteiligten sich an einer Demo, in deren Fokus vor allem die Ökonomisierung des Gesundheitswesens und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte stand. So war auf einem Hochhalte-Banner zu lesen: „Gesundheit ist keine Ware“.

München

Schon vor der Demo wurde Galeria Kaufhof besucht und die Parole „Benko zur Kasse! #Nicht auf unserem Rücken“ angebracht. Darüber hinaus fand eine Platzumbennenung am Auftaktort statt. Aus dem Georg Freundorfer-Platz wurde der Georg Floyd-Platz. Aus der Demo von ca. 120 Personen gab es eine Aktion am DGB-Haus München, in der Demonstrierende mit großen Schildern den Streik gegen die Abwälzung der aktuellen Wirtschaftskrise auf die arbeitende Bevölkerung gefordert haben. Am Abend zog dann noch eine selbstbestimme und unangemeldete Demo durch das von BMW-Arbeiter*innen bewohnte Viertel Milbertshofen und hinterließ Parolen und Forderungen am Werkstor des BMW Geländes.

Außerdem gab es Aktionen in Magdeburg, Konstanz, Kiel und Hamburg.