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Samstags gegen die Krise: #NichtaufunseremRücken-Aktionen in Cottbus, Freiburg, Berlin und Köln

Wir spiegeln einen Bericht des Solidaritätsnetzwerk

Die Wirtschaftskrise trifft Millionen Menschen – und wir benötigen eine Gegenbewegung. Nicht von Rechts, die Corona leugnet aber den Kapitalismus erhalten will. Sondern eine fortschrittliche Bewegung, die verschiedene Betroffene unter einem gemeinsamen Motto vereint: #NichtaufunseremRücken, die Reichen sollen die Krise bezahlen!

Um einen Beitrag zum Aufbau dieser Bewegung zu leisten, gehen wir als Solidaritätsnetzwerk nun jeden ersten Samstag im Monat auf die Straße und mit vielfältigen Aktionen auf die Folgen der Krise aufmerksam zu machen. In Freiburg, Cottbus, Leipzig, Berlin und Köln haben Aktionen am 5.9. stattgefunden

In Freiburg waren wir mit einem Infostand auf dem Lederleplatz vertreten. Wir führten einige Gespräche mit PassantInnen, AnwohnerInnen und VertreterInnen der Friedensbewegung. Wir redeten mit Ihnen über ihre Erfahrungen während der Pandemie, ihre Befürchtungen bezüglich der Wirtschaftskrise und allgemein gesellschaftliche Probleme im Stadtteil. Dabei konnten wir sehen, dass viele die herrschende Politik und das Wirtschaftssystem für ungerecht halten und sich auch gerne für eine solidarische Gesellschaft engagieren würden. Ab 18 Uhr zogen wir zu unserem Stammtisch in der „Brennnessel“ um, zu dem wir unsere neuen Kontakte eingeladen hatten.

Auch in Cottbus fand heute unsere zweite monatliche Kundgebung unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken“ statt. Trotz Regen versammelten sich ab 11 Uhr gut 15 Personen auf dem Stadthallenvorplatz. Die Linksjugend ging in ihrer Rede auf die Notwendigkeit ein, gerade in der Krise Verbesserungen für die sozial in der Gesellschaft am schlechtesten gestellten durchzusetzen. Das Frauen*kollektiv stellte den Zusammenhang zwischen Krieg und Frauenunterdrückung her und ging darauf ein, dass Frauen, oft besonders stark im Krieg leiden. Auch die Internationale Jugend ging im September, der durch den internationalen Antikriegstag eingeleitet wird, auf die Verschärfung internationaler Spannungen und die deutsche Aufrüstungspolitik ein. Bei der nächsten Kundgebung am 3. Oktober um 11 Uhr werden wir einen besonderen Fokus auf dreißig Jahre deutsche Einheit und ihre Nachwirkungen -auch auf unsere Region legen.

In Leipzig waren wir insgesamt zu siebt auf dem Lindenauer Markt im Leipziger Westen – darunter drei Kinder. Wir führten zahlreiche Gespräche mit AnwohnerInnen und PassantInnen, davon rund die Hälfte LindenauerInnen. Ein Großteil der Menschen, die wir ansprachen, zeigte Gesprächsbedarf und ließ sich auf Umfragen mit Fragebögen und offene Gespräche ein. Viele gaben ihre Kontaktdaten weiter, sodass wir sie demnächst über künftige Veranstaltungen informieren können. Für das Leipziger Solinetz war es eine positive und lehrreiche Erfahrung. Sowohl die Verwendung von Fragebögen als auch die Anwesenheit von Kindern war durchaus hilfreich. Wir sind motiviert, öfter in Lindenau mit den Menschen zu arbeiten.

In Köln haben wir den monatlichen Aktionstag des Solidaritätsnetzwerks mit einer Kundgebung in Kalk begonnen. Dort hörten wir nach einer Einführungsrede zum Thema Corona- und Wirtschaftskrise weitere Reden. Diese gingen auf die besondere Betroffenheit der Jugend und der Frauen ein. Daneben gab es eine Rede von Komala, einer revolutionären Iranischen Partei. Sie gingen darin auf die Situation im Iran ein und zeigten auf die massiven Repressionen und Ermordungen des Staates ein. #NichtaufunseremRücken, haben sie als Losung aufgenommen und auf die Situation der ArbeiterInnen im Iran übertragen.
Anschließend gab es eine kurze Demonstration über die Kalker Hauptstraße zum europäischen Literaturfestival. Vor Ort haben wir ein offenes Mikrofon für alle Anwesenden bereit gestellt. Dort gab es neben Poetry Slam auch persönliche Meinungen – zum Beispiel von einem freien Künstler und einem LKW-Fahrer, die beide auf ihre Situation zu Zeiten von Krise gesprochen haben. Auf dem Fest haben wir auch Gespräche geführt – auch zu unserem Stand kamen Menschen. Insgesamt haben wir den Tag erfolgreich führen können, gerade weil wir viele neue Kontakte knüpfen konnten.

In Berlin waren wir heute in Hellersdorf beim Schöner leben ohne Nazis Nachbarschaftsfest. Dieses findet seit 12 Jahren statt und wird von verschiendenen lokalen Partein und Organisationen organisiert.
Wir haben Flyer mit unserer Einschätzung der aktuellen Situation von antirassistischen Kämpfen verteilt und mit verschiedenen Leuten gesprochen. In Marzahn Hellersdorf hat sich mit Solidarische Kieze eine Vernetzung gegründet, die versucht, verschiedene antirassitische Gruppen und Personen zu verbindenden. Dass dieser Kampf ein sehr wichtiger ist, hat sich heute wieder gezeigt, als ein halbes Dutzend NPDler geschützt von Polizei vor dem Kiezfest mit Reichsgfaggen demonstriert haben.
Lasst und gemeinsam und solidarisch füreinander einstehen und Rassiten und Faschisten keinen Fußbreit Platz lassen!

Weitere Infos und Aufrufe zu den nächsten Aktionen findet ihr hier